Der Tag der Artenvielfalt bringt jedes Jahr Menschen zusammen, die sich für den Schutz unserer heimischen Tier-, Pflanzen- und Pilzarten begeistern. Bei Exkursionen, Mitmachaktionen, Vorträgen und naturkundlichen Führungen entdecken Besucher*innen die faszinierende Vielfalt des Lebens vor unserer Haustür und erfahren, warum Biodiversität für unsere Zukunft so wichtig ist.
Auf dieser Seite finden Sie ein paar ausgewählte Rückblicke auf vergangene Veranstaltungen zum Tag der Artenvielfalt 2026. Die Berichte, Bilder und Eindrücke zeigen die Vielfalt der Aktionen, die zahlreichen engagierten Teilnehmer*innen sowie die spannenden Entdeckungen in der Natur. Lassen Sie sich inspirieren und erleben Sie noch einmal die besonderen Momente vergangener Veranstaltungen – von seltenen Artenfunden bis hin zu gemeinsamen Naturerlebnissen für Groß und Klein.
Wir wünschen viel Freude beim Stöbern durch die Rückblicke und bedanken uns bei allen, die den Tag der Artenvielfalt Jahr für Jahr mit Leben füllen.
Orchideen und mehr – Naturvielfalt im Hammeltal entdecken
Im Rahmen des landesweiten Tags der Artenvielfalt führte eine Exkursion der Freunde der Natur Hüfingen am 13. Juni durch das Hammeltal und den Hüfinger Orchideenwald. Gemeinsam begaben sich 13 naturinteressierte Teilnehmer*innen auf die Suche nach den besonderen Schätzen dieser abwechslungsreichen Landschaft.
Bereits zu Beginn der Wanderung sorgten Rot- und Schwarzmilane am Himmel für beeindruckende Beobachtungen. Im Hammeltal standen anschließend die artenreichen Magerrasen und extensiv bewirtschafteten Mähwiesen im Mittelpunkt. Hier konnten seltene Pflanzen wie die Labkraut-Sommerwurz, die Bienen-Ragwurz und der Kreuz-Enzian entdeckt werden. Anschaulich wurde erläutert, wie Mahd und Beweidung dazu beitragen, diese wertvollen Lebensräume zu erhalten.
Im Orchideenwald richtete sich der Blick schließlich auf die faszinierende Welt der heimischen Waldorchideen. Neben der Vogel-Nestwurz, dem Bleichen Waldvögelein und der Zweiblättrigen Waldhyazinthe wurden auch die Herausforderungen für ihren Erhalt thematisiert. Klimawandel, Sturmschäden und Borkenkäferbefall stellen den Waldbau vor große Aufgaben. Ein besonderes Highlight erwartete die Gruppe zum Abschluss: Drei blühende Exemplare des seltenen Frauenschuhs konnten in voller Pracht bestaunt werden.
Eine Exkursion, die eindrucksvoll zeigte, wie vielfältig und schützenswert die Natur direkt vor unserer Haustür ist.
300 Gäste entdecken Artenvielfalt in Tiengen
Mit mehr als 300 Besucher*innen war der „Familientag – Ein Tag für Mensch, Tier und Natur“ in Tiengen ein voller Erfolg. Im Rahmen des Tags der Artenvielfalt luden KLIMENZ – Erlebbare Umweltbildung e. V., der Schäferhundeverein Tiengen e. V. und der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg zu einem abwechslungsreichen Naturerlebnistag für die ganze Familie ein.
Auf dem Veranstaltungsgelände warteten zahlreiche Mitmachangebote, spannende Vorführungen und informative Stationen auf die Gäste. Ob heimische Pflanzenwelt, Gewässerökologie, Artenschutzprojekte oder Umweltbildung zum Anfassen – überall gab es Neues zu entdecken. Besonders beliebt waren die Tierbeobachtungen, das Ponyreiten, die naturpädagogischen Angebote für Kinder sowie die Exkursion zum Talbach, bei der kleine Wasserlebewesen untersucht und die Gewässergüte bestimmt wurden.
Großes Interesse fanden auch die Fachvorträge zu Klimaanpassung und Wasserrückhalt sowie die Vorstellung geplanter Naturschutzprojekte wie des Artenschutzturms in Detzeln und einer Greifvogelrettungsstation. Für Begeisterung sorgte zudem die Vorführung der Schweizer Polizeihundestaffel, die eindrucksvoll das Zusammenspiel von Mensch und Hund demonstrierte.
Der Familientag zeigte eindrucksvoll, wie Naturerlebnis, Umweltbildung und Artenschutz Menschen jeden Alters zusammenbringen können. Ein rundum gelungener Tag, der die Bedeutung der Artenvielfalt erlebbar machte und viele Besucher*innen für die Natur vor der eigenen Haustür begeisterte.
Auf den Spuren der Eulen – Lesung mit Ina Brandt begeistert Schulklassen

Im Rahmen des Tags der Artenvielfalt erlebten die vierten Klassen der Friedrich-Kammerer-Schule in der Bücherei Ehningen einen besonderen Vormittag voller Geschichten, Naturwissen und spannender Entdeckungen. Die Kinderbuchautorin Ina Brandt nahm die jungen Zuhörer*innen mit in die faszinierende Welt der Eulen und begeisterte sie mit einer Lesung aus ihrer magischen Geschichte rund um Flora und Eule Goldwing.
Neben spannenden Buchpassagen berichtete die Autorin von eigenen Begegnungen mit Eulen, stellte verschiedene Eulenarten vor und zeigte beeindruckende Bilder der geheimnisvollen Nachtvögel. Für besondere Begeisterung sorgten echte Eulenfedern, die die Kinder aus nächster Nähe betrachten und in die Hand nehmen durften. Auch Ginkgoblätter aus der Geschichte luden zum Staunen und Entdecken ein.
Mit viel Begeisterung beantwortete Ina Brandt die zahlreichen Fragen der Kinder und zeigte sich beeindruckt von ihrem Wissen über Natur und Tierwelt. Die Lesung machte eindrucksvoll deutlich, wie Bücher Neugier wecken und den Zugang zu Natur- und Umweltthemen auf besondere Weise fördern können.
Ein Vormittag voller Staunen, Wissen und Begeisterung, der den jungen Teilnehmer*innen die Vielfalt und Faszination der Natur auf lebendige Weise näherbrachte.
Natur erleben auf der WaldFarm in Althengstett
Rund 300 Besucher*innen nutzten den Tag der Artenvielfalt auf der WaldFarm in Althengstett, um die heimische Natur mit allen Sinnen zu entdecken. Mit einem abwechslungsreichen Programm aus Naturführungen, Mitmachaktionen und Informationsständen bot die Veranstaltung zahlreiche Gelegenheiten, mehr über Artenvielfalt und Naturschutz vor der eigenen Haustür zu erfahren.
Besonders Familien und Kinder zog der Wildkatzenstand an, an dem mit dem Wildkatzenrucksack spielerisch Wissen über die seltenen Waldbewohner vermittelt wurde. Groß und Klein konnten dabei spannende Einblicke in die Lebensweise der Wildkatze gewinnen und die Bedeutung naturnaher Lebensräume kennenlernen.
Neben den Naturerlebnissen stand auch der Schutz wertvoller Lebensräume im Fokus. So wurde über den drohenden Wald- und Biotopverlust durch ein geplantes Recyclingzentrum diskutiert und die Bedeutung intakter Naturflächen für die Artenvielfalt hervorgehoben.
Der Aktionstag zeigte eindrucksvoll, wie groß das Interesse an Natur- und Artenschutz in der Region ist. Dank des Engagements der WaldFarm sowie der BUND-Ortsgruppe Althengstett, Gechingen, Ostelsheim und Simmozheim wurde der Tag zu einem lebendigen Treffpunkt für alle, die sich für die Vielfalt unserer Natur begeistern.
Geschichten zwischen Schaukel und Sandkasten
Im Rahmen des Tags der Artenvielfalt wurde die Spielplatz-Vorlesewoche in Ehningen zu einer besonderen Verbindung aus Leseförderung und Umweltbildung. Gemeinsam mit der Bücherei Ehningen brachte Büchernixe MermaidKathi Natur- und Umweltbücher direkt dorthin, wo Kinder spielen, entdecken und ihre Freizeit verbringen: auf die Spielplätze der Gemeinde.
Zwischen Schaukeln, Klettergerüsten und Sandkästen lauschten die jungen Zuhörer*innen spannenden Geschichten über Tiere, Natur und unsere Erde. Dabei wurde nicht nur vorgelesen, sondern auch gemeinsam gestaunt, gefragt und entdeckt. Viele Kinder berichteten von ihren Lieblingstieren, tauschten eigene Naturerlebnisse aus und ließen sich von den Büchern zu neuen Entdeckungen inspirieren.
Die Vorlesestunden zeigten eindrucksvoll, wie Geschichten Neugier wecken und Begeisterung für die Natur fördern können. Ganz ohne erhobenen Zeigefinger vermittelten die ausgewählten Bücher Wissen über Tiere, Lebensräume und den Schutz unserer Umwelt – spielerisch, verständlich und mit viel Freude.
So wurde die Spielplatz-Vorlesewoche zu einem besonderen Erlebnis für die ganze Familie und zeigte, wie gut Lesen, Naturerleben und Artenvielfalt zusammenpassen. Ein gelungenes Beispiel dafür, wie Umweltbildung und Leseförderung Kinder auf kreative Weise für die Natur begeistern können.
Artenvielfalt in der Stadt erleben – Mannheim entdeckt seine Naturschätze
Mit rund 1.250 Besucher*innen war der Tag der Artenvielfalt in Mannheim ein voller Erfolg. An zwei Tagen bot ein abwechslungsreiches Programm zahlreiche Möglichkeiten, die Natur der Stadt aus neuen Perspektiven kennenzulernen und mehr über den Schutz heimischer Tier- und Pflanzenarten zu erfahren.
Bei Exkursionen und Führungen ging es in den Dossenwald, auf die Friesenheimer Insel, durch das Glücksteinquartier und sogar auf das Mannheimer Klärwerk. Dabei standen nicht nur seltene Arten wie Mauereidechsen und Wechselkröten im Mittelpunkt, sondern auch die Frage, wie Artenvielfalt, Stadtentwicklung und Klimaanpassung miteinander verbunden werden können. Besonders die Führung „Mehr Grün, weniger Grau“ zeigte eindrucksvoll, welche wichtige Rolle naturnahe Grünflächen für das Stadtklima und die biologische Vielfalt spielen.
Großen Zuspruch fanden auch die geöffneten Natur- und Gemeinschaftsgärten, die Einblicke in naturnahes Gärtnern ermöglichten. Ergänzt wurde das Programm durch Waldkonzerte, Mitmachaktionen und zahlreiche Angebote für Kinder und Familien, bei denen Naturwissen spielerisch vermittelt wurde.
Der Tag der Artenvielfalt machte deutlich, wie viele wertvolle Lebensräume selbst in einer Großstadt zu finden sind und wie wichtig das gemeinsame Engagement für Natur- und Artenschutz ist. Ein gelungenes Veranstaltungswochenende, das Naturbegeisterung, Umweltbildung und Artenvielfalt auf besondere Weise miteinander verband.
Auf den Spuren des Bibers an der Ammer
Im Rahmen des Tags der Artenvielfalt begaben sich zahlreiche Naturinteressierte gemeinsam mit Biberbeauftragtem Markus Bihler auf eine spannende Exkursion entlang der Ammer bei Gültstein. Ziel war es, mehr über eines der faszinierendsten heimischen Wildtiere zu erfahren: den Biber.
Auch wenn sich der scheue Landschaftsbaumeister an diesem Abend nicht persönlich blicken ließ, waren seine Spuren unübersehbar. Entlang des Gewässers konnten die Teilnehmenden eindrucksvolle Biberdämme, angenagte Bäume und weitere Zeichen seiner Aktivitäten entdecken. Dabei wurde deutlich, wie stark der Biber seine Umgebung gestaltet und welche wichtige Rolle er für natürliche Gewässerlandschaften spielt.
Die Exkursion machte eindrucksvoll sichtbar, warum der Biber als Schlüsselart gilt und wie eng Artenvielfalt, Gewässerschutz und natürliche Lebensräume miteinander verbunden sind. Ein abwechslungsreicher Abend, der den Teilnehmenden die Natur vor der eigenen Haustür aus einer neuen Perspektive näherbrachte.

Mit viel Fachwissen erläuterte Markus Bihler die Lebensweise des Bibers und zeigte auf, wie durch seine Bauwerke wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten entstehen. Gleichzeitig wurden auch die Herausforderungen des Zusammenlebens von Mensch und Biber thematisiert und mögliche Lösungsansätze vorgestellt.
